Viele Menschen wünschen sich Veränderung. Mehr finanziellen Spielraum. Einen beruflichen Durchbruch. Eine größere Summe Geld, die Möglichkeiten erweitert. Der Wunsch nach einem Jackpot ist kein Randthema. Er steht sinnbildlich für den Wunsch nach Freiheit, Sicherheit oder einem spürbaren Schritt nach vorne.
Dahinter steckt oft ein sehr konkreter Gedanke: Schulden ablösen. Arbeitszeit reduzieren. Ein Projekt endlich umsetzen. Sich weniger abhängig fühlen. Der Wunsch ist greifbar. Und er ist verständlich.
In der BewusstSEINs-Arbeit wird häufig gesagt: «Alles ist Schwingung». Physikalisch betrachtet ist diese Aussage korrekt. Materie besteht aus Energie. Ein Stein, eine Maschine oder eine Lottokugel folgen diesem Prinzip. Problematisch wird es dort, wo daraus eine Vereinfachung entsteht: Wenn alles Energie ist, dann müsste sich doch alles allein durch Gedanken unmittelbar steuern lassen.
Hier braucht es eine klare Unterscheidung.
Es gibt Bereiche im Leben, auf die wir direkten Einfluss haben. Und es gibt Bereiche, die festen Abläufen folgen. Ein Gespräch verändert sich durch Ihre innere Haltung. Wenn Sie ruhig bleiben, reagieren Sie anders. Wenn Sie klar argumentieren, entstehen andere Antworten. Ihre Haltung wirkt über Ihr Verhalten. Und Ihr Verhalten beeinflusst Ergebnisse.
Auch im Beruf zeigt sich das. Wer sich vorbereitet, Verantwortung übernimmt und Entscheidungen trägt, erhöht seine Chancen. Märkte reagieren auf Handlungen. Menschen reagieren auf Auftreten. In solchen Zusammenhängen wirkt innere Haltung konkret – weil sie Entscheidungen formt.
Eine Lotterie funktioniert anders. Dort greifen Wahrscheinlichkeit und Mechanik. Kugeln werden gezogen, Zahlen werden bestimmt. Ihre innere Haltung verändert nicht den physikalischen Ablauf der Ziehung. Diese Erkenntnis schmälert Ihre innere Kraft nicht. Sie zeigt lediglich, wo Ihr Einfluss tatsächlich liegt.
Schöpferkraft entfaltet sich dort, wo Handlungsspielraum besteht. In der Art, wie Sie mit Geld umgehen. In den Entscheidungen, die Sie treffen. In der Frage, ob Sie gestalten oder abwarten. Wer innerlich klar ist, trifft andere Entscheidungen als jemand, der aus Druck oder Mangel handelt. Diese Unterschiede sind nicht philosophisch. Sie sind im Alltag sichtbar. Sie beeinflussen Ausdauer, Risikobereitschaft und die Fähigkeit, Chancen zu erkennen.
Der Wunsch nach einem großen Gewinn kann aus Gestaltungsfreude entstehen. Aus dem Wunsch, Möglichkeiten zu erweitern oder Wirkung zu vergrößern. Er kann ebenso aus dem Gefühl entstehen, erst durch ein äußeres Ereignis Sicherheit zu gewinnen. Beides ist menschlich. Entscheidend ist die innere Ausgangslage.
Wird eine große Summe als Erweiterung eines bereits tragfähigen Weges gesehen, bleibt Ihre Stabilität unabhängig vom Zufall. Wird sie als Rettung empfunden, verlagert sich Verantwortung nach außen. In diesem Moment entsteht Abhängigkeit vom Ausgang eines Ereignisses, das Sie nicht steuern können.
BewusstSEIN mit Bodenhaftung richtet den Blick deshalb auf den eigenen Einflussbereich. Es geht darum, Wünsche ernst zu nehmen und zugleich für Klarheit zu sorgen. Aus innerer Stabilität entsteht Gestaltung. Aus innerer Enge entsteht Erwartung. Beide Zustände sind spürbar. Und genau dort beginnt Selbstverantwortung.
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Klarheit im Umgang mit Wunsch und Wirklichkeit
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit liegt Ihre Haltung. Sie entscheidet, wie Sie eine Situation wahrnehmen. Sehen Sie sich äußeren Umständen ausgeliefert, entsteht das Gefühl von Ohnmacht. Erkennen Sie Ihren eigenen Handlungsspielraum, entsteht Selbstermächtigung.
Beide Sichtweisen führen zu unterschiedlichen Entscheidungen. Wer sich ausgeliefert fühlt, wartet eher ab. Wer seinen Einflussbereich erkennt, beginnt zu gestalten. Genau hier liegt der entscheidende Unterschied: Manche Abläufe entziehen sich Ihrer direkten Steuerung. Ihre Reaktion darauf hingegen liegt in Ihrer Verantwortung.
Wenn Sie unterscheiden lernen, was Sie beeinflussen können und was nicht, wird der Umgang mit Unsicherheit klarer. Sie verlieren keine Energie mehr im Versuch, Unkontrollierbares zu kontrollieren. Und Sie übersehen nicht länger die Bereiche, in denen Sie tatsächlich wirken können.
So wird Haltung konkret. Sie zeigt sich in Wahrnehmung, Entscheidung und Handlung. Und aus dieser Kette entsteht Wirklichkeit.
